Bild „Das Flötenkonzert von Sanssouci“ von Adolf Menzel, gemalt zwischen 1850–1852
Konzerte
Sonntag, 6. September 2026
„Quantz-Gesellschaft Scheden lädt ein zu nächstem Konzert“
Drei Flöten, eine Orgel, zwei Musizierende
SCHEDEN. „Quantz! Und dann?“: dieser Fragestellung soll das nächste Quantz-Konzert nachgehen, das die Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft am Sonntag, 6. September, um 17.00 Uhr in der Schedener St. Markuskirche veranstaltet. Ausführende sind die Flötistin Susanne Sohayegh und der Organist Konrad Kata, beide aus Lübeck. Bereits im Jahre 2023 sind sie in Scheden aufgetreten.
Susanne Suhayegh wird diesmal drei ihrer Instrumente vorstellen: eine Traversflöte, eine Holzflöte mit Mechanik sowie eine Silberflöte, und damit die Entwicklungen im Flötenbau deutlich machen, ein Feld, auf dem ja auch Quantz tätig gewesen ist, wenn auch nicht immer mit nachhaltigen Veränderungen.
Das Programm nennt Werke von Johann Adolph Hasse, Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart, Frédéric Chopin/Gioachino Rossini, Gabriel Faurè und Theodor Blumer. Sie lassen den Weg erkennen, den die Kunst der Tonsetzung seit Quantz genommen hat, der ja u. a.weit mehr als 300 Flötenkonzerte komponierte.
Darüber hinaus erklingen einige kurze Solo-Stücke für Traversflöte sowie ein Werk für Orgel, das Konrad Kata an der 2011 umfassend renovierten Johann-Dietrich-Kuhlmann-Orgel spielen wird.
Tickets können im Vorverkauf erworben werden bei Tickets Dransfeld - Göticket, Lange Str. 9, 37127 Dransfeld, 05502 / 9109142 - www.goeticket.de und allen offiziellen Reservix-Vorverkaufsstellen deutschlandweit sowie Reservix im Internet. Der Eintritt beträgt 18 Euro, ermäßigt 15 Euro, und ist für Kinder bis 14 Jahre frei.
Anlässlich des am gleichen Tag in Scheden stattfindenden Dorfflohmarktes sind Konzert-Tickets auch bei einer Lotterie am Stand der Quantz-Gesellschaft (Nähe Quantz-Denkmal) zu gewinnen.
Vor Beginn des Konzertes, das von der Hermann-Hildebrandt-Stiftung Scheden, der VR-Bank in Südniedersachsen und dem Landkreis Göttingen gefördert wird, ist in der Kirche die Quantz-Ausstellung ab 15.00 Uhr kostenlos zu besichtigen. In ihr kann das Leben und Werk des 1697 am Ort geborenen Musikers bestaunt werden. Texte, Bilder, Karten, Dokumente, Musikbeispiele, Noten, Bücher sowie die dem Quantz’schen Original nachgebaute Traversflöte lassen den Weg vom Sohn eines Hufschmieds bis zum einflussreichen Künstler auf unterhaltsame und informative Weise anschaulich nachvollziehen.
Die Lübeckerin Susanne Sohayegh wuchs in einer musikalischen Familie auf. Sie begann ihre flötistische Ausbildung bei Sidney Smith ab 1979 als Jungstudentin an der Musikhochschule Lübeck. Es folgte das Musikstudium bei Prof. Dr. Müller-Dombois und Prof. Michael Achilles an der Staatlichen Hochschule für Musik in Detmold, das sie mit staatlicher Musiklehrerprüfung und künstlerischer Reifeprüfung abschloss.
Ihre musikalischen Horizonte erweiterte sie durch Teilnahme an den Meisterkursen bei Moshe Epstein und Giora Feidman.
Susanne Sohayegh gehört zu den Gründungsmitgliedern des Orchesters Sinfonietta Lübeck und ist Mitglied im Bläserquintett Sinfonietta Piccola. Sie konzertiert regelmäßig in kammermusikalischer und großer Besetzung.
Mit dem Bläserquintett musizierte sie 2017 beim New Live Festival in Berlin. Mehrfach war Susanne Sohayegh solistisch beim Schönberger Musiksommer aktiv. Konzertreisen führten sie nach Israel, Italien, England und 2019 mit dem Schönberger Musiksommer nach Spanien.
Der Organist Konrad Kata studierte 1987–1992 Orgel bei Joachim Grubich an der Frédéric-Chopin-Musikakademie in Warschau und 1992–1998 bei Martin Haselböck an der Musikhochschule Lübeck. Seine Ausbildung vertiefte er bei über 20 Meisterkursen, die er bei führenden europäischen Pädagogen absolviert hat.
In den Jahren 1994 und 1995 erhielt er Prämien beim Lübecker Possehl-Musikpreis-Wettbewerb und 1996 bekam er den 3. Preis beim Johann-Heinrich-Schmelzer-Wettbewerb in Melk, Österreich.
In den Jahren 1999–2009 erweiterte er seine Horizonte durch das Studium der Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Konrad Kata ist ein gefragter Continuo-Spieler (Orgel und Cembalo) in verschiedenen Ensembles und Orchestern in Norddeutschland. Seit mehreren Jahren verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem Bratschisten Semjon Kalinowsky.
Konrad Kata ist Organist in der Kath. Pfarrei „Zu den Lübecker Märtyrern“ in Lübeck.
Seit 1987 führt ihn eine rege Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker ins In- und Ausland. Rundfunk- und CD-Einspielungen begleiten seine musikalischen Aktivitäten.
