Cölner Barockorchester Foto Wolfgang Burat

Cölner Barockorchester

Aufstrebender Nachwuchs – das Cölner Barockorchester

Cölner Barockorchester Foto Wolfgang Burat

Cölner Barockorchester
Foto Wolfgang Burat

Wohin gehen sie alle, die jungen Absolventen des Studienganges Alte Musik in Köln? Strömen sie aus und suchen ihren Platz in den großen Orchestern? Oder gründen sie ihr eigenes Ensemble? Die Cellistin Evelyn Buyken und der Geiger Andreas Hempel scharten noch während des Studiums eine frische Truppe Gleichgesinnter um sich, die beschloss, sich ohne feste Leitung und im gemeinsamen Dialog einen eigenen Zugang zu den Werken der Alten Musik zu verschaffen. Daraus entstand 2010 das Cölner Barockorchester, das in einer Besetzung von sechs bis zwanzig Musikern auftritt. Das dynamische Ensemble setzt klare Schwerpunkte und zieht mit gut durchdachten Konzepten schon jetzt die Aufmerksamkeit von Presse, Förderern und Publikum auf sich.

 Im Frühjahr 2013 war das Cölner Barockorchester im Rahmen des Kölner Fest für Alte Musik in einer konzertanten Aufführung der Oper „Dido und Aeneas“ von H. Purcell zu hören. Als Solistin wirkte u.a. Emma Kirkby mit, die Gesamtleitung hatte Peter Seymour. Im November 2013 trat das Ensemble mit einem außergewöhnlichen Konzertprogramm im Plenarsaal des Oberlandesgericht Köln in Erscheinung. Vor ausverkauften Rängen begeisterte das Orchester das Publikum mit dem Programm „Verurteilt und freigesprochen – Justitia in der Musik der Barockzeit“. In 2014 präsentiert das Ensemble in Duisburg, Köln und Brühl sein Programm „Liebe auf italienisch“, das ähnlich thematisch aufgebaut ist und intelligent und humorvoll moderiert wird.

Im Fokus vieler Programme stehen auch Komponistinnen aus dem 18. Jahrhundert. Diese ins Konzertleben zu integrieren, ist ein großes Anliegen der beiden künstlerischen Leiter Evelyn Buyken und Andreas Hempel. Die wissenschaftliche Ausarbeitung der Konzertprogramme und die Fragestellung nach Bezügen barocker Musik zur Neuzeit ist den Musikern ebenso wichtig wie der Ausdruck von Emotionen. Und dass Barockmusik auch moderne Menschen heute noch anspricht, steht für die jungen Musiker dabei außer Frage.

 Stand: August 2014

Das Cölner Barockorchester wird gefördert von